Sommer-Vorgeschmack

Nach untypisch trockenem April/Mai ohne Minusgrade fühlte sich der Mai bis auf die Gewitter der letzten Tage nach Hochsommer an. Die Keimquote der frühen Aussaaten war dementsprechend dürftig, ein Beispiel: zweieinhalb Radieschen. Geerntet sind bislang Bär- und Schnittlauch. Verpasst ist dagegen der richtige Zeitpunkt für den Feldsalat aus letztem Jahr, der sich nun versamt.

In zwei Ecken des Gemüsebeets reifen Erdbeeren. Dazu gesellen sich Zwiebeln (bei ‚Polka‘) und Knoblauch (zwischen ‚Mietze Schindler‘). Der Andenknoblauch trennt nun Kartoffeln von Bohnen. Aussortiert sind die überwinterten Selbstaussaaten: Unzählige Vergissmeinnicht und diverse Stauden-Minis haben ihren Weg in andere Beete gefunden – darunter etliche Frauenmäntel und Nachtviolen. Johanniskraut ist an den Rand gewandert. Dass es Schnecken schrecken kann, widerlegte allerdings bereits am folgenden Morgen ein fettes, schwarz-braunes Exemplar.

Genausogut wie vergangenes Jahr schmecken den Schleimern die Keimlinge der Buschbohnen und die Meerrettichtriebe. Komplett verschwunden sind die drei Kürbisse. Dank Nutella-Gewächshäuschen lebt noch ein Gurkenpflänzchen. Damit ließen sich auch die Startschwierigkeiten der beiden Artischocken überwinden. Erste Mais-Triebe lassen sich blicken und die Zuckererbsen blühen – auf knapp einem Drittel der sonstigen Höhe. Drei im Küchenvorrat (vor-)gekeimte Kartoffeln sind gemeinsam mit einem Gründüngungs-Mix unter die Erde gebracht. Damit gibt es dieses Jahr ‚Belana‘ (Linda-ähnlich, festkochend) und den Rest des letztjährigen Schuhkartons.

Gekürzt sind Rosen, Forsythien, die Schmetterlingsflieder und einige der vermutlich von Baumkrebs befallenen Äste des verschnittenen Apfelbaums. Verabschiedet habe ich eine der Nachwuchs-Linden. Radikaler als in den letzten Frühjahren ist der Rückschnitt beim ver(gr)eisten Lavendel ausgefallen. Hier sind Neuanschaffungen nötig. Zögerliche Neuaustriebe zeigt der Ginster im Hang hinter dem Haus, ein weiterer Ausfall. Das Schadbild im Buchs ist unverändert. Doch solange neben dem Erscheinen neuer Lücken die alten wieder zuwachsen …

An Tieren ließ sich neben den Mäuschen in der Trockenmauer (minus Eins, leider unterhalb des Gartentischs gefunden, Katze unter Verdacht) ein Marder blicken. Tippe auf Steinmarder, doch es war dunkel. Bislang keine Schäden an den Autos. Die Gartenlaubkäfer fliegen wieder und gestern krabbelte ein großer Gliederfüßer über die Terrasse – identifiziert als Gesäumten Saftkugler (‚Glomeris marginata‘) [Bild bei Twitter].

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