Urlaubsnachlese

Den Gartenlaubkäfern scheint die vergangene Hitzewelle ebenso gut geschmeckt zu haben wie allerlei Knospen und Blätter; ihre Invasion läuft seit gut einer Woche. Erstaunlich, dass noch Gras wächst – schließlich haben Massen an Engerlingen die letzten Jahre im Boden unter der Wiese verbracht und Wurzeln geschmaust.

Die Fraßschäden an Blättern und Knospen stören mich weniger als Kartoffelkäfer. Trotz Trockenheit der letzten Wochen sehen die Kartoffelpflänzchen proper aus. Einen ebenso gesunden Eindruck machen die späten Erbsen. Buschbohnen sind inzwischen gesetzt und drei (!) winzige Radieschen geerntet. Zwei weitere sind geschossen und bilden vielleicht Samen. Mit dem Feldsalat hat das funktioniert: Unzählige Mini-Mausöhrchen tummeln sich und werden bislang von den Schnecken verschmäht. Ein wenig Vorsprung vor den Schleimern hat die Trockenheit dem Meerrettich verschafft: Er ist bereits größer als letzten Sommer. Ganz anders die wiederentdeckten Topinambur am Kompost: Hier wird jedes Blättchen direkt abgefressen.

Urlaub sei Dank ist inzwischen Einiges an Liegengebliebenem erledigt. Sogar der Kompost ist umgesetzt, neukomponiert und dank des Regens der letzten Tage nicht mehr zu trocken. Heere von Asseln haben sich hier angesiedelt. Alle Buchshecken sind geschnitten und die Stecklinge des letzten Jahres an der Treppe ausgepflanzt. Im Kasten hat die Mehrzahl an Lavendelsetzlingen nun schon ein paar Wochen überlebt und die Mini-Hecke mit Salbei am Gemüsebeet scheint angewachsen.

Eine wahre Pracht ist die diesjährige Holunderblüte. Und mit Ausnahme zurückgefrorener Bauernhortensien und erfrorener Kirschknospen sind keine Schäden des Spätfrosts im Mai zu entdecken. Unbeirrt von der Faustregel, dass Sträucher die ersten beiden Jahre zum Anwachsen und Durchtreiben brauchen, blüht der spirrige Cornus aus 2016.

Im Verdrängungswettbewerb mit dem Giersch schlägt sich Frauenmantel erfreulich gut. Daher sind die Sämlinge aus dem Gemüsebeet in den Staudenhügel gewandert. Auf den gerodeten Flächen ist Bodenkur-Mix ausgesät. Enthalten sind: Buchweizen, Bienenweide, Ölrettich, Süßklee, Sandklee, Inkarnatklee und Ringelblume.

Inspiriert von naturaufdembalkon siedeln ein paar unterschiedliche Kleepflänzchen nach Balkonien um. Der Weißklee im Birnbaumkübel macht sich schon seit längerem gut und ist nebenbei ein prima Gießindikator.

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