Sommerregen

So wenig mir verregnete Wochenenden liegen: Nach der Trockenheit der letzten Wochen ist es eine Wohltat. Dabei gäbe es draußen mehr als nur genug zu tun. Für mich ist der Sommer eine der drei Jahreszeiten, in denen an sich alles gleichzeitig passieren sollte. Aktuell besonders Ernten, verblühtes Auslichten, wucherndes Zurückschneiden und Samen unter die Erde bringen. Zum Beispiel für die Blumenwiese, die besser an den trockenen Standort der Hochbeet-Idee passen sollte. Bisher ist der angedachte Platz nur wenig mehr als oberflächlich vom Giersch befreit.

Teilzeitgärtner kennen das: Kaum ist man mal ein Wochenende woanders, verpasst man zuviel. Zuckererbsen, neulich am Beginn ihrer Blüte, nun überreif. Zur Freude von Nachbarskindern und Vögeln sah es bei den roten Johannisbeeren ähnlich aus. Statt vollreifer Früchte wird das geerntet, was mit Blick auf die Wetterprognose besser nicht bis zum nächsten Gartenbesuch warten sollte – wenn es sich nicht vermeiden lässt, auch mit klammen Fingern im Regen.

Um so schöner ist es, mal den richtigen Moment zu erwischen. Geklappt hat das Anfang des Monats mit üppigem Feldsalat kurz vor dem Schießen und mit dem perfekten, sonnig-heißen Nachmittag für die Ernte des Bergbohnenkrauts noch vor der Blüte. Am Freitagabend ließen sich noch ein paar Beeren und Lavendelblüten vor dem Regen retten. Nur einen Fruchtstand hat die Aronia dieses Jahr angesetzt, im ersten Jahr nach dem Pflanzen waren es mehr. Vielleicht hätte ich sie schneiden sollen? Kirschen fallen dieses Jahr aus – frostbedingt, schätze ich. Auseinander fällt der rote Johannisbeer-Busch, Zeit zur Schere zu greifen. Auch die Blutjohannisbeere neigt ihre Zweige gen Boden. Der Knoblauch sollte aus dem Boden, bevor kein Halm mehr erkennen lässt, wo er stand. Die Frühkartoffeln dagegen brauchen noch ein paar Wochen, sehen oberirdisch proper aus. Und die Buschbohnen leben zumindest noch. Ein wenig Vorsprung vor den Schnecken haben ihnen die rund drei Wochen Dürre verschafft.

Und wie man es macht … Während eines Garten-Wochenendes fielen die beiden kleinen Kleepflänzchen auf dem Stadt-Balkon einem räuberischen Vogel zum Opfer. An der jungen Tomate daneben fand er keinen Geschmack, deponierte sie zum Dörren neben dem Töpfchen.

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